Berufsorientierung

Wie finde ich einen Beruf, der zu mir passt und mir auch Spaß macht? Was kann ich eigentlich wirklich? Was mache ich, wenn ich keinen Ausbildungsplatz bekomme?

Diese und viele weitere Fragen beschäftigen Jugendliche vor allem in der Oberstufe. Um darauf ernst zu nehmende Antworten zu finden, nimmt der Themenkomplex Arbeit und Beruf nach dem Motto „Fit for Life“ im Rahmen der Lebensweltorientierung mit einer gezielten Berufsvorbereitung und der individuellen Gestaltung von Übergängen an unserer Schulform einen besonders hohen Stellenwert ein.

Ziel ist es, die Berufsorientierung so zu gestalten, dass die Schülerinnen und Schüler darin unterstützt werden ihre Potentiale zu entfalten und ihre weitere Persönlichkeitsentwicklung zu fördern, wozu auch die Berufswahlkompetenz gehört. Aufgrund der Belastungssituationen der Kinder und Jugendlichen, die die Feldbergschule besuchen, sowie der insgesamt veränderten Kindheit setzt das Berufsorientierungskonzept bereits in der Grundstufe an, um erste Einblicke in die Welt der Arbeit zu ermöglichen und Berufe kennen zu lernen.
Im Arbeitslehreunterricht der Klassen 5-9 bilden Praxisbausteine, die als Grund- und Aufbaukurse konzipiert sind, den Kern des Unterrichts, um Basiskompetenzen auszubilden. Durch die projektorientierte Arbeitsweise entsteht nicht nur eine sinnvolle Verzahnung von Theorie und Praxis, sondern auch eine Verknüpfung zum überfachlichen Lernen. Auch hier gilt das Prinzip der Erfolgsorientierung. Durch die Herstellung eigener Produkte wird Selbstwertgefühl aufgebaut und die Bewältigung von Herausforderungen mit Ernstcharakter erhöht die Selbstwirksamkeit.

Das fächer- und stufenübergreifende Weihnachtsmarktprojekt der Schule, bei dem es sich um ein soziales Projekt mit wirtschaftlichem Charakter handelt, bietet für alle Lerngruppen Lernfelder, um auch wirtschaftliche Zusammenhänge anschaulich verständlich zu machen. Darüber hinaus finden wichtige methodische, personale und soziale Kompetenzen wie Team-, Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit einen  konkreten realen Anwendungsbezug.

Die Berufsorientierung beruht auf Erfahrungslernen, das sowohl in gestalteten Lernumgebungen im schulischen Unterricht als auch im Lebensumfeld z.B. durch verschiedene und gestufte Praktika, Betriebserkundungen oder Berufsmessen stattfindet. Dies soll dazu beitragen, eine realistische Selbsteinschätzung zu fördern, Handlungsspielräume zu verdeutlichen, die Selbständigkeit und Entscheidungsfähigkeit zu stärken sowie die soziale Integration der Schülerinnen und Schüler zu unterstützen.